
„Je klarer die Sicht, desto sicherer die Fahrt!“ Ein wahrscheinlich gut bekannter Spruch, mit dem auch die Firma Unelko für ihren Regenabweiser „Rain Clear“ wirbt. Die Logik dahinter ist mit Sicherheit schnell nachvollziehbar. Gerade in der kalten Jahreszeit kommt es oft zu sehr starken Niederschlägen, was die Sicht schnell beeinträchtigt. Gerade auf Autobahnen kommt es dann häufig durch die Gischt zu Problemen. Die Scheibenwischer sind zwar schnell, aber irgendwie scheint das Wasser noch schneller zu sein. Man sieht alles deutlich verschwommener und das Autofahren macht kaum mehr Spaß, da man sich nur noch auf den Vordermann konzentrieren kann bei hohem Verkehr. Mögliche Konsequenzen: man unterschätzt dir Geschwindigkeit, fährt unaufmerksam oder ist damit beschäftigt den Scheibenwischer immer wieder neu einzustellen. Unfälle sind da nicht selten.
Unelko bietet hierfür einen Regenabweiser an, der genau dies verhindern soll. Eine neue Gel-Formel auf Basis von Nano Technologie soll mehr Sicht und Fahrsicherheit bringen, so das Etikett der dunkeln Tube.
Wer Autoscheiben putzen nicht gerade sein Hobby nennt, wird sich zweimal überlegen, ob sich dieser Spaß lohnt, denn Schmierer und Schlieren zu entfernen kann einen schnell zur Verzweiflung bringen, wenn man nicht geübt ist.
Bevor man loslegt:
Es lohnt sich die Anwendung von ProVision Rain Clear direkt nach einer gründlichen Autowäsche, zum Beispiel mit einem Dampfstrahler, durchzuführen. Allerdings sollte davor die Scheibe noch mit Glasreiniger behandelt werden um die letzten Mücken- oder Dreckreste zu entfernen. Denn, was direkt vor der Anwendung mit dieser Scheibenversiegelung noch da ist, wird auch für eine Weile dort bleiben. Aus eigener Erfahrung reicht es, mit Sidolin oder ähnlichen Produkten die Scheibe zu reinigen. Desweiteren sollte man sich (saubere) Papiertücher oder Stofftücher in ausreichendem Umfang bereit legen bzw. zur Waschanlage mitnehmen.
Man gibt eine kleine Menge des durchsichtigen Gels auf eines der Tücher und verreibt das Gel auf der Scheibe mit kleinen, druckvollen Kreisbewegungen. Dies wiederholt man so lange, bis die gesamte Scheibe mit dem Gel bedeckt ist und sich ein heller Schleier auf der Oberfläche des Glases gebildet hat. Um nun den Schleier wieder wegzubekommen – eigentlich keine Einwirkzeit nötig, nimmt man nun das andere, noch unbenützte Tuch und reibt so lange auf der Oberfläche, bis keine Schmierer mehr sichtbar sind. Wer nicht regelmäßig ins Fitness Studio geht sollte eher die Scheibe leicht mit Wasser benetzen und danach abwischen, denn sonst hat man nach einem viertel einer Frontscheibe schon genug.
Vorsicht: Wer zu Beginn deutlich zu viel aufträgt, wird lange damit beschäftigt sein, dies wieder abzupolieren, was sehr mühsam vorangeht.
Wenn von aussen keine Schmierer mehr zu sehen sind, heißt dies
noch nicht, dass sie auch alle weg sind. Daher empfehle ich, anschließendeinen
kleinen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Einfach ins Auto setzen und
nochmals überprüfen, wo noch nachgebessert werden muss. Wer
ganz sicher gehen will, kann danach nochmals Wasser auf die Frontscheibe
sprühen oder drauf tropfen und danach mit dem Scheibenwischer darüberfahren.
Es ist möglich, dass hierbei leichtes „Nachschmieren“
der Wischerblätter zu bemerken ist. Die Ursache kann an zwei Dingen
liegen: verdreckte Wischerblätter oder noch ein wenig Gel auf der
Scheibe. Das Ganze so lange wiederholen bis so gut wie kein Nachschmieren
mehr zu sehen ist.
Wenn man dieses etwas mühsame Behandeln der Scheibe überstanden hat, ist man natürlich neugierig. Die Pflegefreaks unter uns werden sich wahrscheinlich das erste mal auf Regen freuen, um zu sehen, wie der Regen abperlt. Ist dies dann „endlich“ der Fall wird mich nicht entäuscht. Allerdings darf man sich von den schönen kleinen Perlen auf der Scheibe nicht vom fahren abhalten. Auch sollte man darauf achten nicht zu schnell zu fahren, vor allem in geschlossenen Ortschaften, nur um zu sehen wie die Perlen dann langsam nach oben wandern. Denn dies geschieht bei normalem Regen erst ab ca. 90 km/h, ersetzen dann allerdings den Scheibenwischer immernoch nicht. Ab 120km/h und aufwärts kann man dann schon den Scheibenwischer getrost auf sehr schwach oder gar völlig in der Aus-Position ruhen lassen. Der Regen flieg förmlich nach oben und das in schönen kleinen Perlen, die die Sicht kaum mehr stören als ein Scheibenwischer, der andauernd hin und her wackelt. Allerdings ist dies eine Frage des Geschmacks bzw. der Gewöhnung. Bis her scheinbar nur eine Spielerei, fragen Sie sich? Nicht ganz. Es ist schon vorgekommen, dass man zugügig unterwegs ist und es auf einmal sinnflutartig beginnt zu regnen. Das Wasser scheint sich auf der Scheibe zu stauen und der Wischer ist fast machtlos. In dieser Situation konnte ich Rain Clear auch schon, wenn auch unfreiwillig, auf die Probe stellen. Das Resultat war sehr positiv. Die Wassermassen flossen sehr schnell ab und das, was noch nicht abfließen konnte nahm der Scheibenwischer mit. Dies erhöhte die gefühlte Sicherheit doch drastisch. Man hatte keinen Kampf mit der schlechten Sicht zu kämpfen, sondern konnte sich voll und ganz auf das Fahren, das Eigentliche, konzentrieren.
Wem dieses Plus an Sicherheit wichtig ist, sollte sich die Mühe
machen und seine Frontscheibe, auch alle anderen Scheiben, sofern gewollt,
mit Rain Clear behandeln.
Der Langzeiteffekt ist auf ca. 6 Wochen, je nach Häufigkeit von
Regen und der Anwendung des Wischers, begrenzt. Danach perlt das Wasser
zwar noch immer besser ab, als vor der ersten Behandlung, aber nicht
mehr so sauber und eventuell streifenfrei. Daher wird empfolen die Anwedung
monatlich zu wiederholen.
| Pro | Contra |
|---|---|
| Erhöhte Sicherheit | Mühsame und gründliche Behandlung nötig |
| Verbesserte Sicht bei Regen | Mögliches Nachschmieren der Wischerblätter |
| „schönes“ Abperlen von Wasser | |
| Preis (ca. 6€) |
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